Gewerbepark St. Leon-Rot

Bürgermeister Isidor Thome (1954 - 1968) siedelte 1962 die damalige Tochter der Metallgesellschaft AG, Frankfurt, die Firma Kolbenschmidt, im Gewannn "Stegerfeld" an. Bedingung war, dass eine Geländereserve von rund 77 Hektar bereit gestellt wurde. Nachdem der damalige Gemeinderat zugestimmt hatte, war die Basis für den heutigen Gewerbepark gelegt.

Lange Jahre lag dieses Optionsgelände brach, bis der Gemeinderat 1990 die Entscheidung traf, die Geländereserve für die Ansiedlung von Gewerbe und Industrie zu nutzen. Gemeinsam mit der Metallgesellschaft wurde eine Erschließungs- und Vermarktungs-GmbH gegründet. 1995 gerät die Metallgesellschaft allerdings wegen Öltermingeschäften in Finanznot und beschließt, den hiesigen Besitz (rund 35 Hektar Gelände und 42 Werkswohnungen) zu verkaufen. Der Gemeinderat nimmt diese Chance wahr und übernimmt die Anteile. So kann der Gewerbepark weiter erschlossen und vermarktet werden.

21 Millionen DM werden in drei Bauabschnitte investiert und Betriebe angesiedelt, wobei auf Solidität und Umweltverträglichkeit der anzusiedelnden Firmen sowie auf zusätzliche Arbeitsplätze und Steuereinnahmen Wert gelegt wird.

Panorama Gewerbepark St. Leon-Rot


1995 bezog die SAP Deutschland ihr erstes Gebäude im Gewerbepark St. Leon-Rot. Seit 1996 befindet sich das Logistikcenter mit Druckerei, Versand und Lager im Gewerbepark. Anfang 1998 trifft die SAP die Entscheidung, den Standort St. Leon-Rot auszubauen. Voran gegangen war der Beschluss des Gemeinderats, dem Bau eines Servicecenters mit rund 1.100 Arbeitsplätzen zuzustimmen. Mit Investitionen von 100 Millionen DM wurde damit eine rasante Entwicklung eingeleitet, die viele Arbeitsplätze schuf. Im Jahr 2000 beschäftigte allein die SAP im Gewerbepark mehr 2.000 Mitarbeiter. Weitere rund 600 kamen hinzu, nachdem weitere Bürogebäude und das Rechenzentrum bezogen worden waren. Inzwischen folgte der nächste Ausbauschritt durch SAP mit weiteren rund 8 - 900 Arbeitsplätzen.

SAP-University

Natürlich durch die angesiedelten attraktiven Firmen ist auf dem ehemals brachliegenden Gelände des Gewannes "Stegerfeld" heute eine Industrie- und Gewerbeansiedlung mit dem Flair eines Parks entstanden.

Interessant ist auch die Verkehrsanbindung:

Der Gewerbepark ist mit einer Umgehungsstraße (L 546) über die L 628 mit der B 3 und der L 598 mit der Autobahn A 5 verbunden. Über die Bundesstraße 3 können die Zentren Heidelberg und Bruchsal schnell erreicht werden. Die Autobahnausfahrten Wiesloch/Walldorf und Kronau liegen nicht weit entfernt. Der innere Verkehr im Gewerbepark wird mit einer 2009 realisierten Straße am östlichen Rand des Industriegebiets weiter verbessert.

Und besonders wichtig ist die S-Bahn-Station Rot/Malsch, an dem die S-Bahn Rhein-Neckar den Gewerbepark im Zeittakt aus Richtung Mannheim / Heidelberg bzw. Karlsruhe / Bruchsal bedient und auch die Anbindung an den regionalen und überregionalen Zugverkehr gewährleistet. Busse bringen die An- und Abreisenden in den Gewerbepark oder nach St. Leon-Rot bzw. zum Bahnhof.